Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure, als an die
Gerechtigkeit der deutschen Justiz; ist ein Chorus, der in
dem
bekannten
Lied der Hamburger Punkband Slime vorkommt.
Dort gibt es ja auch die berühmt-berüchtigte Meile Reeperbahn und
die Herbertstraße bei der Davidswache im Stadtteil Sankt Pauli –
nahe Altona an der Elbe. Jeder weiß, daß eine Prostituierte
normalerweise keine Jungfrau mehr ist; da sie meistens dem Koitus
für Geld oder Sachleistung einwilligt. Es gibt aber tatsächlich
auch Ausnahmen, welche diese Regel aber nur bestätigen; das heißt:
Es kommt nicht immer zum Geschlechtsakt, wenn sie es nicht will und
somit kann sie tatsächlich noch eine Jungfrau sein. Aber das sind
die absoluten Ausnahmen; da jemand, der seinen Körper verkauft;
eigentlich schon über Erfahrungen verfügen muß, um sowas
überhaupt freiwillig zu machen.
Genauso verhält es sich auch
bei der Justiz. Auch dort gibt es Ausnahmen. So erzählte
mir beispielsweise damals in 2005 ein Justizopfer aus Nürnberg,
der 2 Jahre umsonst in der U-Haft saß; daß er danach mal ganz
zufällig einen ehemaligen Richter in einer Kneipe am Tresen traf
und ihm von seinem Leid erzählen durfte. Dann bemerkte das Opfer
zum Schluß:
Naja, was soll man von der
Justiz denn auch noch anderes erwarten; Von hundert Richtern gibt
es ja vielleicht auch nur einen Vernünftigen?!? Darauf
entgegnete ihm der Richter a.D.
Von
Hundert??? Von Tausenden!!! Dies zeigt uns wohl, in welchem
Dilemma sich die Rechtssprechung befindet. Gerechtigkeit kann man
da wirklich nicht erwarten. Zudem hält die blinde Justizia ja auch
die Goldwaage in der einen Hand. Es wird also nach Wertigkeit
gewichtet. Standesdünkel sind nach wie vor an der Tagesordnung.
Recht soll wahrscheinlich nicht gerecht sein!? Da können so Einige
ein Lied davon singen. Und es ist ein großes Geschäft; denn der
SteuerZahler muß’da-für auf-komMen. Ein GefängnisPlatz kosTet
ihm Mindestens 100 EUR am Tag und diese’müsSen
(mit’armenWichten) gefüllt werden; da-mit sich diSache’auch
rentiert. Zu-dem werden enorme GeldStrafen verhängt, wo-mit
vielLeicht dieSchuldZinsen an di’jüdischeFiNanz-Mafia getilgt
wer-den. Die Polizei ist dabei auch noch ein Freund und Helfer
dieser Institution.
Fangen wir also an: Die erste Berührung mit der Justiz hatte
ich bereits im Jahre 1994 als eines Samstag morgen (wir lagen noch
im Bett) es an der Tür schellte, und der Postbote unten am Haus
wartend ein Einschreiben für mich hatte. Ich wußte erst gar
nicht, was los sei aber dann wurde schnell klar; daß es wegen der
Versicherung war – welche ich damals 1991 in
Rheinhausen
mit dem Makler der ÖVA Mannheim abgeschlossen hatte. Ich wollte
die nun nicht mehr und habe auch nix mehr bezahlt. Eine Auszahlung
der Versicherungsbeiträge war aber auch nicht mehr möglich, so
daß mir das dann auch alles egal sein konnte. Aber so einfach ging
es eben doch nicht und so kam nach Mahnbriefen eben dieser Bescheid
des Amtsgerichts Mannheim: Mahnverfahren / Vollstreckungsbescheid.
Ich kontaktierte darAuf-hin den Versicherungsvertreter und es
konnte alles noch gütlich geklärt werden: Wir machten die
Kündigung.
Auch 1997 in Rastatt; aufgrund der Verschuldung wegen dem Kredit
der Eigentumswohnung. Genau an meinem Geburtstag bekam ich dann ein
gerichtliches Schreiben vom Amtsgericht – mit Beschluß: Im Namen
des Volkes (welches Volk) werden sie verurteilt, den
Teilbetrag
von 40.000 DM an die
Stadtsparkasse
RA-Gernsbach zu zahlen. Dabei blieb es dann
auch. Dazu bitte die Geschichte im anderen Blog lesen!
Nun war ich also finanziell ruiniert und da tut man ja erst
recht ungeniert. 1998 dann in Berlin, fand ich einen Quelle-Katalog
von einer Nachbarin im Haupthaus. Früher schauten wir uns das ja
immer gerne an und so nahm ich ihn mit hoch und träumte von all
den Sachen. Da waren dann auch noch Bestellkarten dabei. Bitte
bestellen! War das jetzt eine Aufforderung oder Einladung?? Alles
super-günstig und bezahlen kann man auf Rechnung: Zahlen Sie
später! Dies ist ein bekannter Taschenspielertrick, wo viele
Konsumenten drauf reinfallen; weil sie auch Haben wollen aber es
sich eigentlich gar nicht leisten können. So ging es auch mir. Ich
bestellte einfach mal und für die Hausbewohnerin (als kleines
Dankeschön) gleich mit. Man hat ja auch 14 tägiges Umtausch-und
Rückgaberecht – alles kein Problem. Und zahlen in Raten ist auch
möglich. Als ich die Bestellkarten abschickte, fand ich aber noch
mehr Kataloge von Neckermann, Otto, Witt Weiden, Heine usw. Das
wurde ein Heidenspaß! Wenn man das alles haben könnte!?
Eigentlich ging ich auch davon aus, daß ich durch den
richterlichen Beschluß gar nichts mehr bekommen dürfte; weil ich
ja diesen Eintrag bei der SchuFa habe. Und dann ging’s los! Ein
Paket nach dem anderen. Ich konnt’es gar nicht glauben und
so viele schöne Sachen. Es war fast jeden Tag wie Geburtstag und
Weihnachten – einfach wunderbar / wie im Schlaraffenland. Ich hab
so viel bestellt, daß ich total den Überblick verlor. So bekam
ich auch die Berliner Zeitung frei Haus und ein Fahrrad mit
Ausrüstung geschenkt. Dies habe ich aber dann gleich bei meiner
ersten Tour durch B verloren. Dann ging es natürlich los mit
Rechnungen, Erinnerungen, Mahnungen und Inkasso. Naja ich bin ja
arbeitslos.
Das
Amt zahlt zwar aber dafür können die
nicht aufkommen. Das kann niemand zahlen. Und ausserdem sind se ja
selber schuld; wenn se mir einfach was schicken und gar nicht
prüfen, ob der Kunde überhaupt solvent ist. Das konnte man
nämlich ganz bequem über SchuFa-Auskunft für 1 DM bekommen. Da
aber solche Schlawiner (wie ich) nicht die Regel sind, sondern
über 90 % früher oder später zahlen; ist das den
Versandunternehmen schließlich auch egal / zur Not hilft die
Justiz am Ende. Sie bekommen also in jedem Falle ihr Geld; deshalb
können sie das auch so machen. Die vorzeitige Krönung war dann
wohl die Siemens-Waschmaschine, welche ich tatsächlich dringend
brauchte; weil die anderen zwei kaputt waren. Kostenpunkt 600 Mark.
Ich bestellte sie sogar noch telefonisch bei meiner Unternachbarin
und sie sagte dann auch zu mir:
Dat mußte
aber auch bezahlen! Kannste das überhaupt? JAja
kein Problem! Du weißt doch; ich bin doch sparsam. Und ausserdem
brauch’ich die doch! Na wollen wir
das mal hoffen! Sie kannte mich ja schon. Obwohl ich bei
Quelle Fürth bereits ein gesperrtes Kundenkonto hatte, haben sie
trotzdem aus dem Versandlager in Oranienburg geliefert. Wie das
ging, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber ich war froh, sie zu
nutzen und als ich dann insAusland ging; hab’ich (selbstlos wie
ich bin) alles verschenkt. Eigentlich sollte die Waschmaschine ja
eine schöne, junge Frau aus dem Nebeneingang bekommen; da sie
immer in den Waschsalon gehen mußte aber weil sie sich bei mir
kurz zuvor wegen der lauten Musik beschwerte, hab’ich’s mir
dann noch’mal anders überlegt. In der Zwischenzeit aber geschah
etwas, wovon ich nichts wußte. Die Hausbewohnerin bekam nämlich
auch ihre Pakete, welche sie gar nicht bestellt hat. Ich schrieb
bei der Rechnung ja auch meine Adresse mit auf und weil sie von mir
kein Geld bekamen; versuchten sie es dann bei ihr und beim Fritzl
in RA ebenfalls. Dies’geschah natürlich ohne mein Wissen. Und
obwohl sie den Namen des Bestellers wußte und ich sie sogar im
Hausflur grüßte; wußte sie nicht, daß ich es bin. Sie bekamen
dann beide also auch Probleme: Der Fritz hat den Scheiß
bezahlt und sie machte’neAnzeige gegen Unbekannt. Dann suchten
sie mich. Ich war ja nicht mehr in Berlin, vonAmts-wegen
abgemeldet; verzogen in die südafrikanische Republik. Sie
verdächtigten dann einen Namensvätter in Crottendorf und
dieser hob’dieHände’
Ich war das gar
nicht! Der Arme. Dann erfuhr der Vater auch davon und in
September 1999 bat er mich unbedingt wieder zurückzukommen, um die
Angelegenheiten hier zu klären. Aber da gab es nichts mehr zu
klären. Als ich dann 2000 doch wieder zurück mußte, rollten wir
das Thema bei den Greizern wieder auf: Es waren Unmengen an Briefen
über den ganzen Tisch verteilt und sogar’von der Polizei. Ich
fand das Ganze auch noch lustig:
Is’doch
nich’so schlimm. Die’ham#eh#genugGeld. Aber nun hatte
ich ja Zeit zum Klären oder Verantwortung übernehmen.
Na
gut, wenn’sich melden; dann werd’ich schon darauf reagieren.
Ich bin ja kommunikationsfreudig. In Wuppertal ging es dann
aber auch schon wieder so weiter und es war wiederum einfach
herrlich. Ich bekam Handy’s, Zeitung und so viele Sachen von
Werbeverkaufsfahrten; daß ich gar nicht mehr wußte: wohin damit.
Dann kam aber eine Vorladung der Polizei und der Kommissar holte
die Akten’raus.
Ja der Wahnsinn; da
hatten sie schon 2 prall gefüllte Ordner über mich angelegt –
ähnlich den StaSi-Akten und nun gingen wir die Sache’mal durch.
Was denken’sich eigentlich dabei? Da
beantwortete ich Korrespondenzen sogar mit obszönen Bemerkungen,
besonders’wenn es sich um eine weibliche Person handelte:
Komm’doch’mal zu mir; da kannste Dir das
Geld verdienen! Was soll so’was?
Naja ich hab’hald langeWeile und auch keine
Frau; so daß mir alles ganz egal ist. Sie
sollten das besser’mal sein lassen! Das kann nämlich
straftrechtliche Konsequenzen für Sie haben oder Sie müssen in
die Geschlossene. Wollen Sie das? Nein
natürlich nicht; ich bin
doch ganz lieb. Na
dann reißen’sich’mal zusammen und klären Sie das jetzt
alles; weil’sonstGerichtsverfahren auf Sie warten.
Das kann ich Ihnen schon voraussagen!
Na gut…aber ich wußte ja schon; daß
ich schon wieder mittendrin war und es schwer ist, da’rauszukommen
– wie ein Strudel oder eine Spirale. Zum Schluß sagt’er noch
zu mir:
Ich kenne schon meine
Pappenheimer. Wir werden Sie weiter’beobachten! Kurze
Zeit später kam dann der Strafbefehl vom Amtsgericht Tiergarten.
Ich ging sofort wieder zu ihm ihn:
Schaun
se’mal. Jetz’wollen die mich’verklagen! Ja
ich hab’s Ihnen doch gesagt. Ja aber
so schnell? Das geht schneller als man
denkt! Was soll ich denn jetz’machen?
Nehmen Sie Kontakt mit dem Gläubiger auf und
zahlen sie einfach Ihre Schulden! Das machte ich dann auch
und informierte das Gericht darüber – sowie den WerdeGang. Das
hat natürlich dort niemanden mehr interessiert und da gab es auch
kein Zurück mehr. Ich rief bei Quelle an:
Bitte
ziehen Sie das zurück – ich zahle jetzt! Das
können wir nicht mehr, da die Staatsanwaltschaft das Öffentliche
Interesse vertritt. Ich habe dann trotzdem die Forderungen
bezahlt: 600 DM für die Waschmaschine und 1200 DM Strafe – für
Betrug und oder Diebstahl. Man wußt’es nämlich’erst nich’so
genau; was ja auch schon sehr merkwürdig ist. Am Ende ist
es’keinEs von beidEm! Da waren meine Ersparnisse dann
fast dahin aber ich mußt’es unbedingt noch vor dem Urlaub
machen. Die Alternative wäre’sonstKnast zu Tagessätzen von 30
DM gewesen. Da ich noch nie
dort
war, wollte ich das natürlich verhindern und hab’lieber gezahlt.
Strafe muß sein! So wurden mir die Grenzen aufgezeigt. Aber
trotzdem ging es immernoch so weiter. Während meiner Abwesenheit
kam so viel Post; daß der Lagerplatz im Keller überquoll und auch
während meiner großen Wanderung, das Postschließfach nicht
ausreichte. Ich wollte ja in Verbindung bleiben, weil viele
Anbieter gar nicht so weit gingen und die Sache dann aufgaben
– hoffnungsloser Fall.
Bedingt durch die Obdachlosigkeit 2002 in Landshut war es dann
nicht mehr möglich, solchen Unsinn zu machen. Das war auch viel
besser so; weil der ganze materielle Schund eh Schwachsinn ist. In
LA aber hatte ich dann andere Probleme, die im Blog schon im Detail
niedergeschrieben sind. Letztendlich entscheidend war die Tatsache,
daß alle Institutionen sich gegen mich organisiert haben; um mich
aus der Stadt zu vertreiben. Besonders erwähnenswert sind dabei
Caritas – eine soziale Einrichtung? Die Polizei und letztenendes
die Justiz, welche den Strafantrag des guten Rechtsanwaltes Köhler
mit folgender Begründung ablehnte:
Es
besteht kein öffentliches Interesse und ausserdem hat er ja eh
gestunken; als
Rechtfertigung für die Gewalt. Eigentlich unglaublich aber
besonders in Bayern; wo die Uhren anders herum ticken, durchaus
möglich.
Aber es sollte noch schlimmer kommen: In W hatte mich der
Rechtspfleger ja sogar noch unterstützt und auch in Nürnberg half
mir ein Polizist
bei
einem Streit. Das sind die Ausnahmen. Ein
Speyerer RA legte das Mandat nieder, als er die Bilder sah; von der
Wuppertaler Sauerei. Aber nun in Nürnberg war ich als Obdachloser
Flaschensammler/Barfüßler ganz unten durch. Ich machte natürlich
mein Ding und tat niemandem’was zu leide aber Neider gib’s ja
überall und ich laß’es ja auch’raushängen, daß ich anders
bin. Ausgerechnet als durch die Arbeitsmarktreform meine
Obdachlosigkeit beendet war und sie mir ein Zimmer finanzierten;
gab es einen Zwischenfall, der das Ii-Tüpfelchen der
Ungerechtigkeiten war und ich besonders deshalb nie wieder in
dieses gemeine Land zurück will. Ich hatte für mich eine gute
Basis geschaffen und mitFalschensammeln’konnte ich das Geld für
einen mehrmonatigen Auslandsauffenthalt zum Überwintern in der
Wärme (derMenschEn) organisieren. Der AusStieg war mir schon
vorher wichtig aber im Sommer fand ich es auch in D noch ganz gut
und’erträglich. Die Leute tauten’auf und’waren nicht so
griesGrämig, wie in der kalten JahrEsZeit und ich kam ja auch
immer zwar körperlich geschwächt aber mit positiver Energie
wieder zurück. So hätte man das Weiterführen können und ich gab
ja auch die Hoffnung nicht ganz auf, den paßenden Deckel zum Topf
zu finden. So manches mal dachte ich mir:
Also
wegen ihr tät’ich schon auf die Reise verzichten, wenn wir
zusammen sind. Aber daraus wurd’nie’was. Ich
konzentrierte mich also auf mein
einträgliches
Geschäft und ausser ein paar Gemeinheiten,
ging es auch ganz gut. Ich hab’mich’immer gut aus der Affäre
gezogen. Bis zu jenem Tag: Am 30 Juli 2005 gab es noch einen
heftigen Orkan, so daß Fensterscheiben zu bruch gingen. War das
schon ein Vorzeichen? Zu dieser Zeit hatte ich mir einige Stellen
ausgemacht, wo man gut und ungestört sammeln konnte. So zog ich
(wie jeden Morgen) früh um 5 los und lief
die
Stellen ab. Sicherheitsleute fragte ich
höflich:
Darf ich diese Flasche hier
aufheben und’einstecken? Ja das
darfste. Dann zog ich vom Hauptmarkt weiter inRichtung
Wöhrder Wiese. Auf dem Weg dorthin fand ich weiteres Leergut und
kurz davor ein altes Damenrad, was mir wie gelegen kam. Auch am
Vortag war ich schon dort und’sammelte
beim
Biergarten neben den Flaschen auch Bierkrüge
ein, welche ich dann am Nachmittag beim Wirtsbetrieb (gegen 2 EUR
Pfand) wieder abgeben wollte. Daraus wurd’aber nix, weil sie
dafür gar keinen Pfand erhoben und die ganze Schlepperei
war’umsonst. Ich ging also am Morgen des 31 Juli wieder dorthin
und es gab bereits in den Müllkübeln am Wegesrand jede Menge
Leergut zu finden. Direkt am und im Biergarten sah es auch
sehr
ertragreich aus. Ich füllte die
große
Tasche. Was
ich’nicht
wußte und dann auch
erst
2007 bei der Gerichtsverhandelung erahnen
konnte, ist die Tatsache; daß mich jemand dabei beobachtete. Es
war ein
Äthiopier,
der dort’jeden Morgen dauerlief und ganz offensichtlich auch mit
dem anderen Täter bekannt war. Während ich also drumherumlief und
alles Pfandgut vom Geschäft und auch Externes von
LebensmittelLäden aufhob; stand er für mich nicht sichtbar
und’entschloß sich dann den Nachtwart Herrn Hamatschek über die
Vorkommnisse zu informieren:
Ey Hami,
schau’mal da; der’nimmt Dir’die Flaschen weg! So oder
so ähnlich könnte er sich ausgedrückt haben. In jedem Falle
alarmierte er ihn und vielleicht erzählt’er ihm schon am Vortag
von seinen Beobachtungen:
Wenn
der’morgen’wieder-kommt; geb’ichDir’bescheid! Dafür
bekommste’einBier – mein lieber Semit. Daraufhin legte
der Hamatschek sofort seine Arbeit im To’lettenhäuschen nieder
und’kam auf mich zugerannt:
Ey’laß’dieFlaschen’liegen;
das’sind’meine!! Es’blieb’mir keine Zeit mehr in
irgendeiner Weise darauf zu reagieren, da er mich sofort angriff
und’überwältigte. Mit dem’dreckigen Handschuh’in
meinemGesicht, warf er mich über den Tisch und ich flog mit samt
der Bank rücklings über und kam auf dem Boden (unmittelbar neben
dem Sonnenschirmständer) mit dem Kopf auf. Knapp verfehlt und es
tat richtig weh im Rücken. Dann raffte ich mich wieder auf,
während Hamaček einen Schritt zurück ging. Das war eigentlich
theoretisch die Möglichkeit, sich der Gefahr zu entziehen; doch
weil ich zu meinem eigenen Schutz’einPfefferspray’dabei hatte
/ nutzte ich es sofort zur Verteidigung:
So
mein lieber; jetz’biste’dran! Ich besprühte ihn damit;
er wich’verängstigt zurück aber es hatte nicht so die
Wirkung, wie ich’gehofft hatte. Er kam noch’mal’und ich
sprühte ihn wieder ein. Dann erst ging er weg. Ich wollte die auf
den Boden gefallenen
Löwenbräu
Bierdose wieder aufnehmen und’kam somit
selber in den sich langsam setzenden Nebel; so wußte
ich’wenigstens, um die tatsächliche Wirkung. Dann erst sah ich
den Äthiopier, dem er zurief:
Ruf’diePolizei!
Und ich rief ihm’ebenfalls’zu:
Ja
rufen Sie die Polizei; weil ich ihn für einen
zufälligen Passanten hielt. Hamaček lief direkt zu ihm und
gemeinsam riefen sie an.
Das’wird sich dann
schon klären; dachte ich mir. Ich konnte aber nicht’warten,
bis
die’kommen; lud die Flaschen in die Tasche
am Fahrrad und zog von dannen. Dann kam er wieder an und schrie:
Bleib’hier; bleib’stehen! Aber ich
ging’weiter. Als er mir’bedrohlich nahe kam, zog ich Erneut das
Spray und’warnte ihn.
Gehen
Sie’weg’sonst’…und so mußte ich den wilden
KampfHund wieder einsprühen. Dies’mal aber fing er an zu Keuchen
und es hatte seine volle Wirkung entfaltet. Ich hatte schon
Angst, daß die Dose gar nicht’ausreicht – so verrückt war
der. Ich ging’denWeg’rauf’und
‘zu
meinerÜberaschung’ kamen sie
dann
auch schon –
nach’nur
etwa 3Minuten. Sie
fuhren’mit
2 Streifenwagen (wie im Krimi)
rasant
über die Wiese und ich
hob’gleich’denArm,
um
meine
Bereitschaft zu
symbolisieren.
Sie
forderten
mich auf, zu ihnen
zu
kommen und so schob ich das Fahrrad mit
Taschen
den
Hang herunter. Mit gestreckten Armen
zielten
sie auf mich mit der Pistole:
Alles
fallenlassen und Hände hoch!! So
tat
ich’dann auch.
Waffen
auch! Ich warf das Pfefferspray auf die Wiese –
bin’entwaffnet. Ich mußte mich auf
die Motorhaube legen und’wurde’durchsucht. Immernoch hatten sie
die Waffen gezogen. Dann trat wieder’derÄthiopier inErscheinung:
Was fällt Dir eigentlich ein, den armen Mann
so anzugreifen? Ich schrie zurück:
Ich
hab’ihn gar nicht an’griffen, sondern’mich’nur’gewehrt.
Ich’hab’es’genau gesehen. Du hast ihn
ohne Grund’verletzt! Sind Sie blöd?
Der’hat’mich zuerst attackiert! So war mir schon
dann’klar, daß da’was nich’stimmte. Somit wurd’er zum
wichtigen Zeugen und zwar gegen mich. Die Polizisten luden mich
dann in ihr Auto:
das’werden wir’auf
derWache’klären.
Dort
wurde ich dann gegen 7 Uhr verhört. Ich wollte eigentlich nur
noch nach Hause; hatteHunger aber’da mußte ich jetz’durch. Nun
soll sich zeigen, wie die Polizei dem Gericht
zuarbeitet: EinBeamter mit halbGlatze vernahm mich am
Schreibtisch sitzend. Er nahm alles zu Protokoll. Den ganzen
Hergang. Dann fragt’er’aber:
Haben Sie
beim Herausholen des Pfeffersprays’eineArt GenugtuUng’empfunden,
weil Sie ihm jetzt überlegen sein würden? Naja
es war gut zu wissen, daß man sich’wehren kann. Aber verletzen
wollte ich ihn nicht – es warNotwehr! Das’wollte oder
sollte er mir dann’doch nicht glauben und’ließ nur das
Negative gelten. Als ich dann das Protokoll laß,bemerkte’ich
es gleich:
Das stimmt aber nicht!
Unterschreiben Sie’jetzt! Er sagte
das’mit Nachdruck und ich fühlte mich’eh nicht’gut in
dieserSituation. Ich’wollte das
Ganze so schnell wie möglich hinter mich
bringen und’gab’meineUnterschrift –
nicht
ahnend, was das noch für Konsequenzen für
mich haben würde.
Man‘rief’den’zuständigen
Haftrichter an und fragte, ob es einen Befehl zur Sicherung geben
sollte aber dieser lehnte zu früher Morgenstunde’ab. Es
bestand’keine Fluchtgefahr und somit hatte ich’noch’mal
Glück
im Unglück. Dann
fuhren sie mich aber’noch zum
HauptPräsidium
und zu-vor wurde’noch mein Zimmer kontrolliert. Dabei
beschlagnahmten sie mein Schweizer Messer, was ich’aber
wieder’bekam. Auf der
HauptWache
überredeten sie mich’zumSpeichelTest undFingerabdruck beim
Erkennungsdienst. Die Kommissarin’meinte:
Wir
können das auch gerichtlich durchsetzen! So’stimmte’ich
dem auch zu. Jetz’bin
ich’voll
registriert – in der
Verbrecherkartei.
Ich
durfte
nun gehen. Ich informierte’gleich
meinenKumpel’und dieser’meinte’nur:
Scheiße
is’man! Ich frug auch beim Waffenladen wegen der
Verwendung eines Pfeffersprays; weil ich hörte, daß es auch
deshalb nochProbleme’beimEinsatz’gegenMenschen geben kann. Dem
war aber am Ende nicht so. Man konzentrierte sich auf das
Wesentliche: Körperverletzung. Der Hamaček ging nämlich gleich
insKranke’haus, um sich einAttest ausStellen zu lassen. Aus dem
gingen zwar keine Verletzungen hervor: Rötung der Augen / was ja
auch ganz normal ist, wenn man sich daran wie wild reibt aber es
gab keine Schäden – wie Sehminderung. Da’war ich natürlich
schon’mal’froh*drüber; so daß mir doch eigentlich gar nichts
mehr Schlimmes passieren dürfte. Aber weit gefehlt! Ende August
kam dann das Schreiben vom Gericht, in dem die zuständige
Staatsanwaltschaft einen Strafantrag’stellte. Ich wurde’dort
als alleiniger Übeltäter, laut Hamačeks eigener Aussage
beschrieben und dies’wurde vom äusserst zweifelhaften Zeugen
auch genauso bestätigt. 2:1 steht es also; hinzu kommt aber’noch
mein’sozialer Stand:
Er ist dem
StadtstreicherMillieu ZUzuordnen. Damit war das
Kräfteverhältnis entschieden. Nur ein guter Anwalt könnte mir
da’noch’helfen. Und dieser’war’nicht’leicht’zu finden.
Es gab dort einen Armenanwalt und ich
bekam’denTip’für’einenStarAnwalt, den ich aber’nicht
bezahlen konnte. Ein Leidensgenosse meinte’nur:
Mir’ging
das auch’mal’so’und sie haben mich abgeurteilt; obwohl ich
vor der Kneipe’mehrerenMännern gegen-über stand, die dann aber
alle’alsZeugen zusammen-hielten und Gegen mich aussagten. Da
kannste nix’machen. Ich hab’mich’selber’verteidigt aber
da’haste keineChance. Dir wird wohl auch nichts anderes’übrig
bleiben. Beim Sonntagsfrühstück erzählte mir dann noch
einer, daß er den Hamaček auch schon’mal an genau dem selben
Ort etwas näher aber unliebsam kennen-gelernt hat und
sie’aneinander gerieten. Somit wurde mir sein unkontrolliertes
Aggressions-Verhalten deutlich bewiesen und’bat’später die
zuständige Richterin; sich zurKenntnisnahme’auch’mal ein
polizeiliches Führungszeugnis des eigentlichen Täters (der Nun
nurNoch alsZeuge’fungierte) einzuholen, was sie dann’auch’tat.
Dann schrieb mir das
berühmt-berüchtigte
Hohe Gericht an der Fürther Straße. Die Verhandelung wurde auf
Anfang Oktober angesetzt. Da ich aber schon im Frühsommer
nachweislich mein FlugTicket nach Asien kaufte und der Ausgang der
Verhandlung sehr ungewiß war; entschied ich mich: da erst’mal
nicht hinzugehen und meine Pläne zu verwirklichen. Ich schrieb
darauf’ein Entschuldigungsschreiben, was ich auch erst morgens um
5 am Tag des Abfluges in den PostKasten des Gerichtes einwarf.
Selbst in F ging ich noch’mal zur Konstabler Wache und’fragte’mit
meinem Ausweis:
Liegt’was’vor?
Nein’alles’inOrdnung.
So’konnte’ich’zumFlugHafen’und’abfliegen. In ThaiLand
angekommen, schrieb ich dieGeschichte’auch gleich’auf;
da’dieErinnerungen’noch’frisch’waren / was ich dann aber
später durch einen Defekt am Rechner alles wieder verlor. Ich bat
dasGericht um die Verschiebung der Verhandelung auf’s nächste
Jahr; da ich’plante: nur’für ein halbes Jahr’fern’zuBleiben.
So kam’derVerhandelungstag am 5.Oktober und die zuständige
Richterin meinte’noch: Sie wird sich’
noch’über-legen,
ob sie
nicht’einenHaftbefehl’erläßt.
Dies’war dann aber nicht’derFall. Durch
Arbeits-undVerdienstmöglichkeiten’hatte’ich dann
aber’kurzfristig dieChance’länger zuBleiben oder sogar
vollständig umzusiedeln. Darauf hatte ich’lange’wartet und
so’ließ ich dasFlugTicket einFach verfallen. Ein
neuerGerichtsTermin’war ja für den 10 April angesetzt. Ich
informierte Nun-mehr dasGericht,
daß’ich
aufGrund meinEr NeuEn LebensLage’doch nicht mehr zurück nachD
kommen würde und sie sollten
mich
doch’inAbwesenheit’verurteilen.
DerAusGang’oder’dasStrafmaß war mir dann’auch egal. Ich
hatte keine Information, wie man sich’entschied aber als
ich’meinen neuenPaß’beantragte, wurde’der alte’einFach’wegEn
desHaftBfehls#vom9.5.06 Ds808Js19927/05 von
derDeutschenBotschaft’eingezogen und ich mußte so-mit
imSeptember2007 doch wieder zurück’ Das wurde dann alles sehr
spannend für mich. Zunächst einmal nahm ich noch inTL Kontakt zu
der neuen zuständigen Richterin Frau Dr.Dünisch auf undTeilte’ihr
auch telefonisch mit, wann ich’komMen würde. Und wir machten
einen neuen Verhandlungstermin aus. Ich schickte ihr eine Kopie des
FlugTickets. Da es’nicht’klar war, wasNun’werden’würde;
richteTEich mich aufEine längEre Abwesenheit von meinEM NeuEn
Domizil ein / was alles mit zusätzlichen Kosten verbunden war.
Angekommen am Frankfurter FlugHafen, bat man mich noch im FliegEr’
sitzen-zuBleiben und dann kam
dieStewardess und’geleiTEte mich nach
draußen#zumEmpfangsKomMitee:
Willkommen in
Deutschland! sagten2Polizisten.
Ja’danke’schön
(für dieBlumen) Gemeinsam Ging es dann zurDienstStelLe; dort wurde
ich erst’mal’durchsucht (Arsch&Penis zeigen) und dann
durfte ich in der weißen ZelLE alLeine noch3 Stunden’warten, bis
es’weitEr-Ging. Wir fuhren’zunächst in dieFrankFurt-er
InNenStadt, wo beimAmtsgericht die
PräsenzZelLENwaren.
Dort wurde ich eingeKerkert und’bekam nur einenBecher’mit
so’ner komischenPlürRe*drin. Bis16Uhr’dauert’es,
bisIch’endlich*dran*war. Der Raum war zwar’groß mit einFachEr
To’letTE Tisch&Stuhl waren fest’verbunden. Ich
war’hungerig’und’müde’aber’da’war’nichts’zum’hin-legEN
‘derTisch war’zu’klein’und’derBoden’zu kalt. Dann Ging
es’also zumHaftRichter. Ich durfte’meineFamilie’benachrichtigen.
DerRichter’meinte’nur:
Deshalb’holen’dieSie’ausTLwieder
zurück? Da hätTe man Sie doch’inAbwesenheit’verurteilen
könNen.
Mein’ich’doch!
Aber inBayern ticken die’ja’anders.
So’war’da’nix zu machen: Durch den noch bestehendEN
HaftBefehl; mußte’voll-zogen’werden. Ich’bat’ihn
lediglich,
dort’mal’anzu
rufen,
was’er’dann auchTat. Jetz’wurd’es’richtig interessant.
Ich mußte’wieder zurück zurPräsenz’und’noch2Stunden’warten.
Dan wurden alle’ein-gesammelt. Dazu mußten wir in einen
kleinenGefängnisTransporter -mitBoxen*drin. IchhatTeAb-erGlück;
daß’ich’mit’nemNegEr frei auf’nerBank’sitzen durfte.
Dies’mal hatTen wir ab-erHandSchelLENan.
Das’war’sehr’unbequem#amGelEnk’und’ich war’froh,
als’man’sie’wieder#beimAusSteigen in der
JVA
entfernte:
Danke-schön. DannGings#in
dieEfFektenKammer, wo dieSachen kommissioniert werden. Ich bat dann
auch zusätzlich noch darum,
eine Dusche
zuNehmen‘und
derBeamte’kam so-gar’nochHinter’her
und’brachteSeife…Er’war’dannAuch sehr interessiert amThema
Pattaya/Thailand und’wollteSelbst noch in derZelLE
Fragen’beantworTet’haben. Im UntersuchungsTrakt (wie im Film)
schrie auch schonEiner in seinER ZelLE ‘der’warWohl’schonSehr
lange*drin. SoNun wurde dieTür’verschlossen und ich
war#zum#ersten mal’richtigGefangen. Man’macht’sich dann
schonGedanken’über dasAbhängigkeitsVerhältnis, wenn die’einen
dort
vergessen würden.
Die ZelLEwar’gut. Ich’fühlte’mich’gleich’wie’zu-hause
und’macht’es mir’gemütlich. Dann kamAuch gleich das
lang’ersehnte AbendBrot – mitFrühstück noch dazu. Es
warEine Freude’endlich’mal wiederMischBrot mitÖlSardinen –
eingelegt’inTomatenSoße’zuESsen. Das’hat’so’gutGeschmeckt,
daß ichHeut’noch*dran*dänke* Ich nahm’einBuch aus demRegal
und es war’so-gar inEnglish’ Ich bin ja Eigentlich keine
LeseRatte’aber’jetzt war die Zeit da-zu.
Gegen10machte’ich’dann’dasLicht’aus aber’hörte noch
etwasRadio. Da machten sie doch echt einenWitz über dieJVA und ich
mußte’lachen:
Mensch da
binIch#jaJetz’grade* DieNacht war’kalt ab-er ich
schlief’gut. Morgens um6 wird geweckt:
Duschen.
Ich HatTe’keine’richt’geAhNung#vom#abLauf
undGing’einFach’durchDi’geöffnete ZellenTür denGang entlang
zu denDuschen. Dort waren auch schon welche. Wie schon#amVortag
bemerkt – fast alLes Ausländer’und’meistens’junge Leute.
Das Dusch’mitTel’warAuch’sehr’komisch. Ich war’nach 10
Minuten’fertig’und dieAnderENduschten’imMer-noch.
DieTür’war’aber’verschloßen’und ich wol’te
lieber’warten, bis sie’einEr öffnet. Nun saß ich da
und’wunderte mich nur:
warum’die’so’lange’brauchen?
Aber’wenn’man denTagEs-abLauf’in derUhaft kennt; dann weiß
man, daß die langeWeile dasZepter führt und
man’jedenMoment’her-aus/zögern muß – weil derTag’lang’ist.
Als dann einEr endlich’fertig’war’und’sich’wiedEr
an-zog;drückt’er’aufNenKnopf undDieTür’war’ofFen.
Ach
Mensch’ wenn ich das’gewußt hätTe. Dann warTEte ich
ab-er noch*draußen auf den Vollzugsbeamten:
Ja
was machen Sie denn da? Wie-so gehEn Sie’nicht IN Ihre
ZelLEzurück? EhrLich’gesagt;
wußte’
ich’gar-nicht’mehr,
wo’die’überHaupt ist. So führt’er mich’zurück.
Dann’kam’noch’mal’derTeeWagen. Ich’fragte’den’mitArbeitER
Was’das denn für einGetränk sei?
NaTee. Das sieht
ab-er nich’wieTee aus! Kannst’jaLeitungsWasser’trinken.
Di’se’rotePlürRe warWirkLich nicht*grad*genießbar. Es sah
zwar aus wie HagebutTen’ ab-erEsSchmeckteTotal’nachChemie und
das war es auch. GefangNE bekomMen’das wohl, da-mit der
sexTrieb’reduziert wird;sonst’brauchen’wir’noch länger
unter denDuschen. Wer sich ab-er’unterKontrolLe hat; dem rate
ich:
auf’diesES-Gemisch’zu-verzichten’undDoch’liebEr
WasSer’zu-trinken, weil es auf’langeZeit sich-erLich derPotenz
nicht gutTut. Und ein impoTentEr Mann,ist’ein
gebrochenERman’ Nun machte ich mir nach dem frühStück
aber’and’reGedanken:
Was’wird jetz’
wie’lange’soll’ichHier sitzen’ Ich wußte’vor-her,
daß es bis zu2 Jahre dauer’kann’und besten-falls wenigstens
ein paAr Wochen. DarAuf’mußte’ich michNun’ein-stelLEN
Ich’fragte den Zu-ständigen,
welcheKonTakt-Möglichkeiten
es denn bezüglich derKlärung meinEs FalLES gebEn
würde und er meinte:
Da’müsSen Sie
EiNen schriftlichen Antrag’stelLen’und Dan’wird sich ein
sozialArbeitERdarum kümMern. VielLeicht hatTe Er mich auch
nicht’richtig verstanden ab-er in jedEM FalLe würd’es
nicht’leicht werdEn und ich nahmAn, daß esEiNen’neuEN
VerhandelungsTermin gebEn wird; denn
heute
wirdWohl nichts mehr*draus. Ich laß weitEr anMeinEm
spanNendEN Roman und’nahmMir schon’was vor:
Da
gibt es#jaAuchNeBibliothek.
Ein’paAr’gymnastischeÜbunge’un’dan’geht#dat#schon.
MitEine’malAbEr öf’net’sich dieZellenTür. Ich dachte schon:
Was’nu’los? BitTe
alLes ab-ziEh’en (BettZeug)
Sie
werdEn jetz’nachNürnberg’über-führt. Es war
schon11undDerTermin’war14Uhr.
DasSchafFen’wir
niemals über dieAutoBahn. Die
RichterIn wird’warten. Also’los jetz’ DannGing alLes
ganz schnell;hab’mich noch von den mitArbeitern’verabschiedet:
Auf NimMer wiedEr-sehn* Ja
das’wolLen Wir’hofFen’ während in derWarte
derStreckenPlan für die schnellstmöglichste Route aus-gedruckt
wurde. Ich konnteEs echt nich’glauben: Ich alLeine imBulLy:
Halten’sich gut fest! Und
wie-derRaus in dieFreiheit:
Macht’mal ein
bischen schnelLer dasTor auf, brüllten dieFahRer zurWache;
wir haben’s’eilig! Das
war’derWahnSinn! Die’rasten wie dieVerRückten und mich
schleuderteEs’hin und her: 140 auf derAutoBahn reichten ab-er
denNoch nicht aus, um recht-zeitig’zu’er-scheinen. Sie
wußte’nicht, wo sie ab-fahren sol’ten und dan’fragten sie
inFürth EiNen PasSanten. Der hatTe so-gar’erstSchiß vor
denENund’wol’te weg-laufen…schlechtES Gewißen? weil sie
ja’uniformiert waren und der Laie nicht’weiß;
wasSindDas’fürOfFi-ziElLe?
Der’kon’te’abEr’keine richt’geAuskunft gebEn und so
fragten sie mich:
Kennst Du DichHier’aus?
Du bist doch von hier!? Ne’ al’so
di’seGegEnd’hi’er sagt mir auch nichts ab-er ich
kan’mich#ja#vorne beiEuch’rein-setzEN
NEINnein’ab’nachHinten’
NachEinIGer Zeit kamen sie dan’abEr’auf dieFürther Straße und
sie fragten Auch noch’mal EiNen PaßANten auf derKreuzUng. Einige
Leut’sahen’mich#durchsFenstEr und’guckten’komisch.
AngekomMen beimGericht, gingen’wir’gemeinsam’zumSaAl.
Ab-er’kurz vor’einTrefFEN sah ich’und’er-kannte ihn so-fort
wie-der – denÄthiopier. Ich fragte ihn’im#vor-beiGehEn:
MüsSen
Sie auch in die ZimMer-Num’ B 407 (304-5) Er schaute
nur#ganz#verdutzt und’meinte
Nein.
Erst’dachte ich:
Das’is’er vielleicht
gar-nicht und’beließ es’da-bei. Wir kamen Etwa Eine
halbe Stunde zu spät und so lief bereits noch Eine vorgeschob’ne
Verhandlung: Ein Mädl aus der Slovakei
hatTe’gestohlen’und’wurdeNun’zurVerantwortung’gezogen.
Ich’kon’te’alLesSehr’gut’mit-verfolgen. Neben mir
saßEineJuraStudentin’und’machte sichNotizen.
DieAngeklagte’hatTe EiNen DolmetschEr#zurSeite
undSonst’nie-man-den. Da’dachte’ichAnEiNen
PflichtVerteidigEr
aber wieder-um in Meinem Fal’ wol’te ich’desWegEn auch
keinStreß’machen;war’ja’froh, daß’es jetz’geklärt
wird. Die RichterIn er-schien mir
EiGentLich#ganz#net’
die’hätTe’auch#beimSchleckEr arbeitEn könNen. Ab-er als ich
dannDasVerfahren’verfolgte;wurde’mir’schnel’klar, daß
sie’knal’hart sein kann. So fing di’jungeFrau’an zu-weiNen:
Da brauchen Sie’nicht’rum/zu-heulEn.
Das#hilft IhNen jetzt auch nichts mehr. Das hätTen Sie
sich’vor-her über-legEn solLen! Sie wurde
zuEiNerGeldStrafe’verurTeilt und wenn si’es
nicht’zahlt;
dann#gehtEs#insGefängnis. Das war’derMoment, wo sie
inTränen Aus-brach. Ab-er als kleinEn Tip’meinte’sie’noch zu
ihr:
Sie könNen sich derRechtsSprechung auch
entziehen, wenn Sie zukünftig DeutschLand meiden. Da war
die junge Slovakin ganz aufgelöst und dieÜbersetzerin mußte
sie’aus demGerichtsSaAl führen.
Na’dan’prostMahlZeit;
dachte ich mir’nur.
Dan’weißte schon,
wasDir’blüht. Nun’wandte’sich dieRichterIn mir zu:
Bitte nehmen Sie platz! Das Verfahren
begann mit der Einleitung zur Person und dann wurde der Fall
aufgerollt. Ich durfte dazu selber Stellung beziehen. Dann kam der
erste Zeuge – der Äthiopier. Als er den SaAl betrat, wu-te ich
gleich:
Das ist ja der von draußen.
Nun wurde er vorgestellt und er begann zu reden:
Also ersteinmal muß ich ja sagen; daß es überhaupt eine Sauerei
ist, daß solche Leute wie er hier überall herumlaufen und
Flaschen sammeln. Ich war total baff aber gefaßt. Dann
erzählte er uns seine Erlebnisse:
Ich war
also wie jeden Morgen am Joggen und da ist mir dieser Mann hier
aufgefallen. Ich dachte mir, das sei ja nicht normal und ich müßte
es dem Nachtwächter melden; da er ja im Gelände des Biergartens
(also im privaten Bereich) das Leergut stahl. Die Richterin
unterbrach ihn kurz mit der Bemerkung:
Es
handelt sich bei der Wöhrder Wiese um ein öffentliches Gelände
und da der Biergarten nicht umfriedet (eingezäunt)
ist, kann dort jeder frei herumlaufen. Naja
gut aber der hat ja das Eigentum (Leergut)
des Biergartens entwendet und da mußte ich ja nun pflichtbewußt
etwas dagegen tun. So rief ich den Herrn Hamáček und dieser
forderte ihn dann auf: das Diebesgut fallen zulassen…daraufhin
zückte er (der Flaschensammler)
unverzüglich das Pfefferspray und schädigte somit den Herrn
Hamáček derart, daß er keine Luft mehr bekam. Ich half ihm dann
und rief die Polizei. Dann aber wollte der fliehen und Herr Hamáček
versuchte das zu verhindern und bekam wieder eine Ladung ab, wo er
dann ins Krankenhaus mußte. Zum Glück hat die Polizei ihn dann
geschnappt. Solche Leute dürfen nicht frei herumlaufen! Ich
hatte dann auch eine Frage an ihn:
Kann es
sein, daß Sie sich zumindestens flüchtig mit Herrn Hamáček
kennen und Sie aufGrund Ihrer persönlichen Auffassung gegenüber
Aussenseitern in der Gesellschaft (was
er ja eigentlich auch ist – als Ausländer, der nicht so richtig
Deutsch sprechen kann) jemandem eine
Auswischen wollten?? Nein ich kenne
den gar nicht! Und warum waren Sie
dann per Du mit ihm? Das mache ich
immer so. Achso’nicht’gerade’anständig.
So das reicht; sagte die Richterin und
er durfte gehen. Dann kam der nächste Zeuge – ein Polizist.
Eigentlich sollte ja DER Polizist kommen, der mich damals vernommen
hatte aber es war ein jüngerER so um die 30 Er trug perfekt seine
Daten vor; woraufhin die Richterin ihn dafür lobte und dann meinte
er, daß er sich
vielleicht nicht mehr so
genau daran erinnern könne,
weil es ja schon 2 Jahre her sei.
Er bestätigte dann das aufgenommene Protokoll. Nun mußte ich aber
bemerken:
Es tut mir leid aber Sie haben mich
damals gar nicht vernommen. Das war jemand ganz anders. Und auch
die sich deckende Aussage, daß nur ich der Täter war; stimmt so
nicht. Dann schalteTE sich der Staatsanwalt ein:
Wollen
Sie damit etwa sagen, daß der Polizist lügt? Nein
natürlich NICHT (aber eigentlich doch)
aber
ich kann mich wirklich nicht erinnern, daß ich ihn jemals zuvor
gesehen habe. Na vielleicht haben Sie
ja auch ein schlechtes Gedächtnis.
Nein
das glaube ich nicht – im Gegenteil! Dann brach die
Richterin den Streit ab und meinte, daß der Polizist
nun
seine
Pflicht erfüllt habe und jetzt auch gehen kann. Dann durfte
ich mein Schlußplädoyer halten:
Also ich
kann nur noch’mal sagen; daß alles wahr ist, was ich Ihnen
mitgeteilt habe und wenn es eine VideoKamera’geben hätte; dann
wüßten Sie auch, daß der Zeuge soEben gelogen hat. Dann
hatte der Staatsanwalt das Wort. Bei seinem hochmütigen Vortrag
fiel auf, daß er immer nur zwischen der Richterin und der hinten
sitzenden Studentin, über meinen Kopf hinweg schaute; als wär’ich
gar nicht anwesend. Ich fragte mich,
was das
soll; warum er auch zur notizenmachenden JuraStudentin spricht,
wenn es hier doch nur um mich geht und sie mit der Sache überHaupt
nichts zu tun hat?! So drehte ich mich seinem Blick
entsprechend auch zurück und wieder vor zur Richterin, um darauf
aufmerksam zu machen und dann schaute er mich plötzlich an. Er
bezeichnete mich als
Lügner und
beantrage eine Haftstrafe von 6 Monaten
und noch einen Monat mehr, weil ich
nicht die Wahrheit sagte. Dann wurd’mir schon’anders,
weil jetzt die Richterin dem nurnoch zustimmen muß. Jetzt lag es
an ihr:
Ja Herr Nestler; ich habe ja Ihrem
Wunsch nach Auskunft des polizeilichen Führungszeugnisses über
den Herrn Hamáček, der seit einem Jahr nicht mehr gemeldet
ist; stattGEgeben und tatsächlich fanden sich darin Einträge mit
Haftstrafen wegen Delikten der Körperverletzung. Diese Tatsache
läßt mich’schließen, daß es durchaus möglich ist; daß der
Herr Hamáček auch etwas an Ihnen rumgezupft haben mag und Sie
aber daraufhin unsachgemäß mit dem Pfefferspray reagierten, um in
den Besitz der Gegenstände zu kommen. Das ist nach Paragraf ???
Absatz??? StGB strafbar. Deshalb…Stehen Sie bitte auf! Im Namen
des Volkes verurteile ich Sie zu einer FreiheitsStrafe von 7
Monaten, was aufgrund keiner registrierten Vorstrafen zur Bewährung
ausgesetzt wird. Da kann man sich vorstellen, wie bei diesem
einen Satz, die Gemütslage von unten nach oben ging. Da war ich
echt heilfroh.
Bitte noch nicht setzen! Ich
bin noch nicht am Ende meiner Belehrung. Während dieser
BewährungsZeit dürfen Sie sich NICHTS zu schulden kommen
lassen;sonst’wird’derStrafbefehl umgesetzt! Das
habe ich verstanden. Da Sie ja
wahrscheinlich eh wieder nach Thailand zurückgehen werden; dürfte
das’ja für Sie nicht’allzu schwer sein. Kommen Sie’bitte
jetzt nach vorne, um sich die erforderlichen Unterlagen von der
Gerichtsschreiberin aushändigen zu lassen! Damit ist die Sitzung
beendet. Ich bekam dann noch ein Schreiben, daß ich vom
Gericht bereits verurteilt und freigestellt worden bin; falls die
Polizei mich kontrollieren sollte – da es noch im Rechner den
aktiven Haftbefehl gäbe.
Wo werden Sie’jetzt
eigentlich hin-gehen? Na zur
Heilsarmee – die haben bestimmt’einZimmer für’mich
und so war es dann auch.
Nun gut – also
keine Dummheiten mehr! Ja’gut
‘werd’mich’zusammen-reißen und’danke’noch’mal.
Sie brauchen sich bei mir nicht zu bedanken.
Ich meinte das aber wirklich ehrlich, weil sie mich
vor
etwas SchlimmerEM bewahrt hatte. Sie hätte
ja auch ganz gemein sein können – siehe Staatsanwalt. Dann wurde
ich noch vom Gerichtsdiener zu einer offenstehenden PräsenzZelle
geführt, wo ich dann meineSachen’wieder bekam. Er meinte auch
noch’mal:
Is’ja’noch’mal gut gegangen
und jetz’machen Sie das beste draus! Ich war heilfroh, als
ich das Gebäude endlich verlassen durfte; denn von der
PräsenzZelle Ging einWeg nach draußen in die Freiheit und der
Andere ins Dunkele InNern der Uhaft. Im Vorbeigehen sah ich
von aussen sogar noch eine PfandFlasche Neben Einem
Auto’liegen. Ich über-legte’kurz, ob ich sie’mit-nehmen
sollte und’sagte:
Nein’wer’weiß,ob’das’nich’auchDiebStahl’wäre??
Am nächsten Tag Ging Ich’zumArbeitsAmt und’mußte’da-bei
hin-und her’ und’mußte#zumSchluß die U-Bahn nehmen, damit ich
es noch’schaffe. Da-bei hatTe ich dieWahl: kostenlos mitzufahren
oder Eben ein Tickte zu-kaufen. Ich entschied mich dies’mal für
Letzteres; ob-wohl ich kaum nochGeld bei mir hatte und die ArGe
nicht bereit war, mir einen Vorschuß zu geben.
Sie
können ja zu den EssensStellen’gehen. Dann rief ich
später noch beim selben Staatsanwalt an und’bat ihn den ReisePaß
freizugeben, was er dann auch (zu meinEM ErstauNen)
unverzüglich Tat. Aber als ich ihn beim Paß-undMeldeAmt ab-holen
durfte, fiel mir ein roter Punkt unterhalb des BildES auf. Ich
kannte das’schon von anderen Opfern: Einem alten Mann und
Einer Jugendlichen – auf ihren Personalausweisen. Der Mann konnte
mir’er-klären, was diese Kennzeichnung bedeutet:
Allgemein
gefährlich. Dies’ist’einHinweis’für dieKontrollOrgane,
da-mit sie’wissen, mit wem sie es’zu-tun haben. Er
kämpfte daGegen erfolglos an. Das Mädl wußte’von gar
nichts. Nun fragte ich noch’mal unten im KelLer bei der
PaßAusGabe’nach:
Ach das’hat’nix
zu-bedeuten. Aber das’muß
doch’neBedeutUng’haben! Er konnteEs mir’nicht’sagen.
Entweder wollteEr’nicht oder ab-erERwußteEs wirklich nicht. Er
zeigte mir dannNurnoch die biometrischen Daten:
Das
ist ja dasSelbe wie auf derIdentifikationskarte! Ja
genau. Ja Ab-er warum; das’kann man
doch auch so über den unsichtbaren MagnetStreifen ein-lesen?!
Ja das’ist jetz’neu so –
wegen11September / Sie’wissen’doch!
Vermutlich’jedoch’sind’daAbEr auch noch’ganz andereDaten
perKnopfDruck abrufbar und vor allem könnte man bestimmt
genau’verfolgen, wo sich diePerson’gerade
befindet!? Jeden-falls war dasGanze jetzt das
Ii-Tüpfelchen und ich wol’te nie#mehr#zurück in
dies’garstigeLand.
Das’istAb-er’nochNicht’dasEnde#vomTrostLosen Lied.
Weit’reEReigniße kön’ten’daDurchAus’nochHin/zu-komMen.
Überall das gleiche!
Mit diesem Artikel möchten ich eine Fülle von Aussagen veröffentlichen, die kaum zu fassen sind; da sie größtenteils von Juristen getätigt wurden:
„Es bedeutet den Verlust staatlicher Souveränität und Selbstachtung, sich einer Gerichtsbarkeit außerhalb der Staatsebene zu unterwerfen.“ Prof. Dr. Siegfried Broß, Ex- Verfassungsrichter.
„Der Mythos von der hohen Moral der Richter ist ein Märchen. Dazu stehe ich noch heute.“
Wolfgang Neskovic – Richter am Bundesgerichtshof (LN vom 19./20.12.1999).
„Die Rechtsprechung ist schon seit langem konkursreif. Sie ist teuer, nicht kalkulierbar und zeitraubend. Der Lotteriecharakter der Rechtsprechung, das autoritäre Gehabe, die unverständliche Sprache und die Arroganz vieler Richter(innen) im Umgang mit dem rechtsuchenden Bürger, schaffen Mißtrauen und Ablehnung.“ ZAP Heft 14/1990, S. 625, Richter Nescovik BGH.
„In Deutschland kann man, statt einen Prozess zu führen, ebenso gut würfeln.“
Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Willi Geiger. Karlsruhe. In einem Beitrag in der ‚Deutschen Richterzeitung‘, 9/1982, S. 325.
„Über die Richter hinaus steht unser ganzes Rechtssystem kurz vor seinem Kollaps. Die Justiz hat ihre Fähigkeit verloren, gerechte und in vertretbarer Zeitspanne getroffene Entscheidungen zu fällen.
In vergleichbarer Situation müsste ein Unternehmen Konkurs anmelden.
Mit dem Rechts-Killer-Instrument der ,freien richterlichen Beweiswürdigung‘ werden Prozesse von den Richtern so zurecht geschnitten, dass gewünschte Resultate gerechte Entscheidungen verjagen.
Nur noch formell nehmen die Gerichte ihre Aufgaben wahr. Unser Rechtsstaat ist zum bloßen Rechtsmittel-Staat verkommen.
Die Justiz ist auf dem Niveau eines Glücksspiels angekommen. Würden Urteile mit dem Knobelbecher ausgewürfelt, es wäre kein Unterschied in Resultat und Niveau zu Entscheidungen der Richter festzustellen.
,Im Namen des Volkes‘ lässt sich ebenso gut würfeln, wie langes Fachchinesisch in richterlicher Willkür verkündet wird.“ Aus „Recht ohne Gerechtigkeit“ von Dr. Henri Richthaler, 1989.
”Ich habe unzählige Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte erleben müssen, die man schlicht kriminell nennen kann.
Ich … habe … ebenso unglaubliche wie unzählige, vom System organisierte Rechtsbrüche und Rechtsbeugungen erlebt, gegen die nicht anzukommen war/ist, weil sie systemkonform sind.
Wenn ich an meinen Beruf zurückdenke (ich bin im Ruhestand), dann überkommt mich ein tiefer Ekel vor ‘meinesgleichen’.“ Frank Fasel, ehemaliger Richter am LG Stuttgart, Süddeutsche Zeitung, 2. April 2008.
„Es gibt in der deutschen Justiz zu viele machtbesessene, besserwissende und leider auch unfähige Richter…“ Dr. Egon Schneider, ehem. Richter am OLG, in ‚Zeitschrift für anwaltliche Praxis‘ 6/1999 vom 24.3.1999, S. 266).
„Ich bin selbst ein deutscher Richter, seit fast 20 Jahren. Ich würde mich nicht noch einmal entscheiden, ein deutscher Richter zu werden. Die deutschen Richter machen mir Angst.“
Prof. Diether Huhn in: ‚Richter in Deutschland‘, 1982, zitiert nach: ‚Diether Huhn in memoriam‘ von Prof. Dr. Eckhart Gustavus, Berlin, NJW 2000, Heft 1, S. 5
„‚Justitia‘ braucht einen Behindertenausweis. Sie ist schwer beschädigt.“
Bundesarbeitsminister a.D. Norbert Blüm.
„Recht haben, ist die eine Sache, aber man muß auch immer noch mit der Justiz rechnen.“ Dieter Hildebrandt.
„Die Sammlung der Fehlurteile bundesdeutscher Gerichte spiegelt eine Gedankenführung bei Richtern wieder, die mit demokratischem Verständnis nichts gemein hat; gleichwohl setzt keine Partei eine Änderung des Zustandes der dritten Gewalt in die erste Reihe ihrer Forderungen.“ Ulrich Wickert.
„Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen – mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde.
Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen.“
Hans Herbert von Arnim, Prof. und Staatsrechtler.
„Es gilt als ganz normal und selbstverständlich, dass ein Abgeordneter neben seinem Einkommen, das er vom Steuerzahler bezieht, auch noch Einkommen von an der Gesetzgebung interessierten Unternehmen oder Verbänden bezieht, sich also quasi in die bezahlten Dienste eines Lobbyisten begibt, das gilt als ganz normal, obwohl es eigentlich ein Skandal ist.
Wenn ein Politiker sich in die Dienste eines Interessenten begibt, sich von ihm bezahlen lässt, manchmal sehr hoch, ist das für mich eine Form der Korruption.“
Das System – Die Machenschaften der Macht. Droemer Verlag, München 2001. S. 19. ISBN 3-426-27222-9
Einer sagte mal: Die halbe
WAHRheit ist die ganze Lüge. Das stimmt natürlich nicht immer aber manchmal. In
diesem Fall, zu dem Geschilderten paßt es. Beispiel: Ein Zeuge C beobachtet wie
der Beschludigte A mit B streitet. C erzählt, daß Er sah, wie B - A schlug.
Wenn aber A - B zuerst schlug und B sich nur verteidigte, der Zeuge Dies aber
verschweigt... dann war es nicht ganz gelogen, aber es entsteht der falsche /
gegensätzliche Eindruck. Also falsche Schlussfolgerungen.
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